Wenn du deinen Hund richtig barfst, stellst du seine Ernährung bewusst zusammen und achtest auf frische Zutaten. Doch was ist, wenn du mal eine Weile nicht selbst füttern kannst, etwa im Urlaub oder während einer längeren Abwesenheit? In einem solchen Fall müssen Freunde, Familie oder der Hundesitter übernehmen. Damit dein Hund auch in dieser Zeit optimal versorgt ist, lohnt es sich, mit etwas Planung dafür zu sorgen, dass alles reibungslos funktioniert.
Grundlagen verständlich weitergeben
Viele Hundesitter haben noch nie von Barf gehört oder kennen die Details der Rohfütterung nicht. Eine gute Erklärung verhindert Missverständnisse und schafft Sicherheit. Beschreibe, dass es sich um eine artgerechte Ernährung aus Fleisch, Innereien, Knochen, Gemüse und Zusätzen handelt. Erwähne auch, dass bestimmte Lebensmittel tabu sind, etwa rohes Schwein oder gekochte Knochen.
Besonders praktisch für Betreuungspersonen ohne Vorkenntnisse sind fertige Boxen mit Barf, da diese bereits im richtigen Verhältnis zusammengestellt sind und den Aufwand deutlich reduzieren.
Eine Checkliste schafft Sicherheit
Wenn du dem Hundesitter eine gut verständliche Checkliste bereitstellst, hat dieser bei jeder Mahlzeit eine klare Orientierung. Eine übersichtliche Liste sollte folgendes enthalten:
- Anweisungen zu Fütterungszeiten
- Portionsmengen in Gramm oder Stückzahl
- Hinweise zu Zusätzen (z. B. Öl, Kräuter, Mineralien)
- Tabu-Lebensmittel, die der Hund nicht bekommen darf
- Aufbewahrungshinweise für Kühlschrank und Gefrierfach
- Telefonnummer für Rückfragen
Mit einer solchen Checkliste können auch Betreuungspersonen problemlos barfen, die sich bisher nicht mit dem Konzept auseinandergesetzt haben. Wichtig ist vor allem, dass du dich auf deinen Hundesitter verlassen kannst und dieser deine Anweisungen einhält.
Portionen vorbereiten
Einfrieren und späteres Auftauen ist beim Barfen üblich und ohne Qualitätsverlust möglich, wenn es korrekt gemacht wird. Bereite die Mahlzeiten am besten schon in der passenden Größe vor und friere sie portionsweise ein. Ein Hundesitter muss dann nur noch die Portion aus dem Gefrierfach nehmen, auftauen lassen und servieren. Angebrochene Portionen gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von zwei Tagen verbraucht werden. Diese einfache Vorbereitung verhindert Verwirrung und reduziert das Risiko von Fehlern.
Besser auf Fertigfutter ausweichen?
Wenn du befürchtest, dass der Hundesitter mit der Rohfütterung und den dafür erforderlichen Vorbereitungen überfordert sein könnte, ist es mittlerweile nicht mehr nötig, auf Trockenfutter oder Dosenfutter auszuweichen. Stattdessen lohnt sich ein Blick auf fertige BARF-Komplettlösungen. Fertig gemischte Menüs enthalten Fleisch, Innereien, Knochen und Gemüse bereits im richtigen Verhältnis. So ersparst du dem Hundesitter Aufwand, den nicht jeder gern übernehmen möchte. Gleichzeitig bleibt dein Hund optimal versorgt, ohne dass du auf minderwertige Alternativen zurückgreifen musst. Gerade in einer ohnehin veränderten Situation ist es ratsam, eine Futterumstellung zu vermeiden und die gewohnte Ernährung beizubehalten.
Für den Notfall vorsorgen
Nicht jede Betreuungssituation lässt sich im Voraus ausgiebig planen. Ein spontaner Krankenhausaufenthalt oder private Gründe können dazu führen, dass dein Hund plötzlich von jemand anderem versorgt werden muss. Um in solchen Momenten keine Hektik aufkommen zu lassen und sich nicht unnötig Sorgen machen zu müssen, ist es sinnvoll, stets einen kleinen BARF-Vorrat im Haus zu haben. Eingefrorene Portionen lassen sich problemlos länger lagern und sind sofort einsatzbereit. Zusätzlich solltest du bereits vorsorglich schriftliche Anweisungen, wie etwa eine Checkliste, bereithalten. So können Betreuungspersonen im Notfall auch ohne lange Einweisung zuverlässig barfen.

