Wie kann ich die Zähne meines Hundes richtig pflegen?

Juli 2021

Für uns Menschen ist es selbstverständlich, unsere Zähne täglich mindestens zweimal zu putzen und auch sonst auf eine gute Mundhygiene zu achten. Doch während Menschen mit den eigenen Zähnen sehr achtsam umgehen, vergessen viele Hundebesitzer, dass auch die Zähne ihrer Vierbeiner eine gewisse Pflege benötigen. 

Denn schließlich hat das Hundegebiss zahlreiche wichtige Funktionen, und sollte darum bestenfalls bis ans Lebensende des Vierbeiners gesund und kräftig bleiben. Doch nicht nur das: Mit der richtigen Pflege des Hundegebisses kann auch einer Vielzahl an Krankheiten vorgebeugt werden, welche im Hundemaul entstehen und unbehandelt weitreichende Folgen für den Vierbeiner haben können. 

Viele Infos rund um eine Zahnfleischentzündung beim Hund, sowie die Folgen, welche daraus resultieren können, erhältst du hier

Die folgenden Tipps helfen dir dabei, das Hundegebiss deines vierbeinigen Lieblings gesund zu halten: 

  • Artgerechte Ernährung. Achte darauf, ausschließlich hochwertiges Hundefutter zu verfüttern. Denn nur dann, wenn dem Hundekörper alle wichtigen Nährstoffe zugeführt werden, kann auch das Maul des Vierbeiners gesund bleiben. 
  • Kauartikel. Es gibt zahlreiche Kauartikel auf dem Markt, welche dein Vierbeiner, wenn er gebarft wird, aber meist gar nicht für die Zahnpflege benötigt. Denn durch die Verfütterung der Knochen werden die Zähne deiner Fellnase auf natürliche Weise gereinigt. 
  • Zähne putzen. Ja, du hast richtig gelesen! Auch bei Hunden ist es ratsam, ihre Zähne zu putzen. Dazu gibt es spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta für Hunde. 

Wie kann ich erkennen, ob das Hundegebiss erkrankt ist?

Trotz aller Vorsorge kann es passieren, dass das Hundegebiss erkrankt. Es ist wichtig, Zahnerkrankungen frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln, um schwerwiegendere Folgen zu vermeiden. Denn ohne Behandlung droht nicht nur der Zahnverlust, sondern die Erkrankung kann sogar lebensbedrohlich für den Vierbeiner werden. 

Weil Hunde üblicherweise still leiden, sind Symptome meist nur schwer und recht spät zu erkennen. Darum solltest du es dir unbedingt angewöhnen, regelmäßig das Hundegebiss zu kontrollieren, damit Beschwerden am Zahnfleisch oder an den Zähnen nicht lange Zeit unentdeckt und unbehandelt bleiben. 

Folgende Symptome können einen Hinweis darauf geben, dass dein Vierbeiner unter Zahn- oder Zahnfleischproblemen zu leiden hat: 

  • Rote, blutige und entzündete Zahnfleischstellen (gesundes Zahnfleisch ist blassrosa)
  • Zahnstein und Zahnbelag
  • Starker Mundgeruch
  • Sehr vorsichtiges Fressen
  • Appetitlosigkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Kratzen oder Reiben der Schnauze
  • Starkes Sabbern
  • Lockere Zähne
  • Kein Interesse am Spielen

Einige Hunderassen sind besonders anfällig für Zahnprobleme. Dazu gehören beispielsweise Cocker Spaniel, Malteser und Chihuahuas. Hast du einen Vertreter dieser Hunderassen Zuhause, dann ist es ratsam, sein Hundegebiss regelmäßig vom Tierarzt kontrollieren zu lassen. 

Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn du einen Hund einer anderen Rasse hast, welcher bereits mit Zahn- oder Zahnfleischproblemen zu kämpfen hatte. Denn wenn es um die Gesundheit geht, gilt stets: Lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig zum Tierarzt!

Wissenswertes rund um Hundegebisse

  • Während Menschen mit den Zähnen klappern, wenn ihnen kalt ist, ist das Zähneklappern bei Hunden häufig ein Hinweis darauf, dass er extrem aufgeregt ist. Vor allem in Verbindung mit dem Wunsch der Paarung ist das Zähneklappern bei Hunden zu beobachten.

     Außerdem kann starke Nervosität, beispielsweise beim Tierarzt, bei Hunden zu Zähneklappern führen. Doch auch wenn sie stark frieren klappern viele Hunde mit ihren Zähnen – genau wie wir. 

  • Experten können das Alter eines Hundes an seinem Gebiss feststellen. Denn vor allem die Abnutzung der Schneidezähne gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahre sie bereits in Gebrauch sind. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn keine Kieferfehlstellung vorliegt und der Vierbeiner möglichst artgerecht ernährt wurde. 
  • Mithilfe der sogenannten Zahnformel erhält man eine Übersicht über die Anzahl der Zähne des Hundes. Da das Hundegebiss spiegelsymmetrisch ist, umfasst die Zahnformel üblicherweise nur eine Hälfte des Unter- und Oberkiefers.

    Gastbeitrag von Niklas Engel wuffmagazin