Vitamine

Vitamin A (Retinol)

10-100IE Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen

 

 

Karotten, Spinat, Grünkohl, Brokkoli, Lebertran, Rinderleber,
Milchprodukte,Eigelb
Allgemeines

 

 

Vitamin A ist wichtig für das Wachstum, Funktion und Aufbau von Haut und Schleimhäuten, Blutkörperchen, Stoffwechsel sowie für den Sehvorgang.
Retinol erhält gesunde Nervenzellen in den peripheren Nervenbahnen, im Gehirn und im Rückenmark.
Retinol fördert entscheidend die Bildung neuer Blutkörperchen und erleichtert den Einbau des Eisens.
Vitamin A spielt eine zentrale Rolle für die Struktur und Gesundheit dieser Gewebe, da es ein normales Zellwachstum nicht nur der Haut sondern auch der Wände der Atem- , Verdauungs- und Harnwege gewährleistet. Des Weiteren beugt es DNA-Schäden in Hautzellen vor, trägt zu deren Reparatur bei und normalisiert die Hautfunktionen.
Vitamin A ist auch am Aufbau und Wachstum von Knochen sowie der Heilung nach Brüchen von Bedeutung.
Mangelerscheinung

 

 

Ein geringer Mangel an Retinol äußert sich in verminderter Nachtsicht. Stärkerer Mangel führt zu einem schnelleren Ermüden der Augen, Nachtblindheit sowie einer Verhornung der Sehzellen des Auges.
Bei Mangel an Vitamin A kommt es zu erhöhter Infektionsanfälligkeit, Trockenheit der Haut, Haare, Nägel und Augen, Haarausfall, Nachtblindheit, verringerter Sehschärfe, erhöhter Lichtempfindlichkeit, Eisenmangel, erhöhter Gefahr einer arteriosklerotischen Herzerkrankung, erhöhtem Krebsrisiko in Organen mit Schleimhäuten, erhöhtem Risiko Nierensteine auszubilden aufgrund erhöhter Calciumausscheidung, Fruchtbarkeitsstörungen, beeinträchtigtem Geruchssinn, Tastsinn und Appetit, Müdigkeit und Wachstumsstörungen
Überdosierung

 

 

Eine Überversorgung mit über 15 mg (= 50.000 IE) Vitamin A kann zu Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, erhöhtem Hirndruck, Abnahme der Knochengewebsdichte ( Osteoporose ), Vergrößerung von Leber und Milz, Verringerung der Schilddrüsentätigkeit und schmerzhaften Wucherungen der Knochenhaut führen.

 

 

 

Vitamin B1 (Thiamin)

1mg Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen

 

Sonnenblumenkerne, Weizenkeimöl, Sojaöl, Rindfleisch, Hühnerfleisch, Haferflocken gekochte Kartoffeln.
Allgemeines

 

 

Es ist für die Verbrennung von Kohlenhydraten unbedingt erforderlich, wobei es sich als Coenzym selbst verbraucht. Da Gehirn und Nervenzellen auf Energie aus Kohlenhydraten angewiesen sind, wirkt sich ein Thiamin-Mangel besonders auf alle Gehirn- und Nervenfunktionen aus. Es ist auch für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fette nötig.
Thiamin ist hitzeempfindlich, es wird durch Kochen zerstört (zu ca. 40%). Es ist wasserlöslich, dadurch geht beim Kochen in Wasser ein Teil ins Kochwasser verloren. In rohem Fisch ist das Enzym Thiaminase enthalten, das Thiamin abbaut und somit vernichtet.
Mangelerscheinung

 

 

Müdigkeit, Sehstörungen, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Muskelatrophie , Blutarmut (Anämie), schwache Muskulatur (besonders die Wadenmuskulatur ), Verringerte Produktion von Antikörpern bei Infektionen, Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels und Nervensystems.
Überdosierung Es reagieren beispielsweise die Nerven überempfindlich auf Reize.

 

 

Vitamin B3 (Nicotinsäure)

Vorkommen

 

 

Geflügel, Wild, Fisch, Pilze, Milchprodukte, Leber, Vollkornprodukte und Eier.
Allgemeines

 

 

Nicotinsäure findet sich in allen lebenden Zellen und wird in der Leber gespeichert. Es bildet einen wichtigen Baustein verschiedener Coenzyme und ist von zentraler Bedeutung für den Stoffwechsel von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten. Gegenüber Hitze, Licht und dem Luftsauerstoff ist Nicotinsäure weniger empfindlich als andere Vitamine der B-Gruppe .
Sie hat eine antioxidative Wirkung und nimmt an vielen enzymatischen Vorgängen teil. Nicotinsäure ist wichtig für die Regeneration der Haut, Muskeln, Nerven und DNA .
Mangelerscheinung

 

 

Mangelsymptome treten selten auf, da der Körper Nicotinsäure auch aus der Aminosäure Tryptophan bilden kann.
Überdosierung

 

 

Der Blutdruck kann sinken und ein erhöhter Harnsäure-Gehalt im Blut gebildet werden.

 

 

Vitamin B5 (Pantothensäure)

0,2mg Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen

 

 

Innereien, Vollkornprodukten, Eiern, Nüssen (insb. Pinienkerne), Reis, Obst, Gemüse, Milch und Bierhefe.
Allgemeines

 

 

Vitamin B5 ist ein wasserlösliches Vitamin. Pantothensäure ist nötig für den Aufbau von Coenzym A , welches eine wichtige Rolle im Stoffwechselgeschehen spielt.
Es ist ebenso beteiligt am Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten, Aminosäuren und an der Synthese von Cholesterin. Außerdem ist sie an der Bildung von Steroidhormonen beteiligt.
Mangelerscheinung

 

 

Ein isolierter Pantothensäuremangel ist selten; vielmehr fehlen dem Körper meist auch andere Vitamine der B-Gruppe. Ein Mangel kann zu Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen, tauben oder schmerzenden Muskeln, Anämie , Immunschwächen und Magenschmerzen führen.

 

Das burning feet syndrome (burning feet = brennende Füße) tritt nach einem 3 bis 4 monatigen Pantothensäuremangel auf. Die Krankheitserscheinungen sind zuerst Kribbeln und Taubheit in den Fußzehen, gefolgt von Brennen und Stechen in den Füßen. Diese Beschwerden werden von psychischen und neurologischen Erscheinungen (Muskelverspannung, Nervenreizzustände) begleitet.

Überdosierung

 

 

Bei monatelanger Einnahme von deutlich über 10 g pro Tag kann es zu leichten Darmstörungen kommen; ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 

 

Vitamin B7 oder H (Biotin)

0,002mg Tagesbedarf pro kg Körpermasse d.Hundes

Vorkommen z.B. Eigelb
Allgemeines

 

 

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex . Es spielt im Stoffwechsel eine bedeutende Rolle. Vor allem für den Kohlehydrat-,Fett und Eiweißstoffwechsel. Außerdem ist es mit Verantwortlich für die Bildung von Haar-und Hautzellen und die Elastizität von Nägeln und Haaren.
Mangelerscheinung

 

 

Ein Biotinmangel ist selten, kann aber bei Aufnahme großer Mengen von Rohei eintreten, da das Eiklar Avidin enthält, welches das Biotin bindet und seine Aufnahme im Darm blockiert.
Merkmale eines Biotinmangels sind Hautstörungen, Haarausfall, spröde Nägel, Blutarmut, Depressionen, Müdigkeit, Ohnmacht, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen, erhöhte Gesamtcholesterinwerte, Unterzuckerung ( Hypoglykämie ) und Entzündung der Zunge.
Überdosierung

 

 

Die Merkmale einer Biotinüberversorgung hingegen sind verzögerte oder verringerte Insulinausschüttung, erhöhter Bedarf an Vitamin C und an Vitamin B 6 sowie erhöhte Blutzuckerwerte.

 

 

Vitamin B9 oder M (Folsäure)

0,004mg Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen

 

 

Brokkoli, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Eigelb, Leber, Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Spinat, Nüsse. Auch in Obst, Fisch und Fleisch finden sich geringe Mengen davon.
Allgemeines

 

 

Da das Vitamin licht-, sauerstoff- und hitzeempfindlich sowie gut wasserlöslich ist, sollten zu intensives Wässern und zu lange Lager- und Kochzeiten vermieden werden.
Auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie zum Beispiel der Arteriosklerose , ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure wichtig.
Homocystein wird u. a. mit Hilfe der Folsäure in Methionin umgewandelt. Methionin kann vom Menschen und vielen Tieren nicht synthetisiert werden, sondern muss direkt mit der Nahrung aufgenommen werden. Es ist eine Aminosäure die u.a. für den Stoffwechsel der Biosynthese von Kreatin, Histidin, Taurin und Adrenalin wichtige Methylgruppen liefert.
Mangelerscheinung

 

 

Ein Folsäuremangel im Körper wirkt sich auf das Blutbild aus, indem es zu einer Anämie (Blutarmut) führen kann.
Überdosierung

 

 

Bekannt ist bereits, dass zuviel Folsäure einen Vitamin B12 -Mangel verdecken kann.

 

 

Vitamin B12 (Cobalamine)

0,0005mg Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen

 

 

Vitamin B 12 wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Tiere und Pflanzen sind dazu nicht in der Lage. Tiere, die ebenfalls Vitamin B 12 benötigen, decken ihren Bedarf durch Fressen „unsauberer“ Nahrung, auf der solche Mikroorganismen vorkommen.
Vitamin B 12 wird sehr gut in der Leber gespeichert und ist in Nahrung tierischer Herkunft fast überall enthalten. Bei einer streng veganen Ernährung sollte durch Blutuntersuchungen die Versorgung mit B 12 überprüft werden und dieser Stoff gegebenenfalls durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Allgemeines

 

 

Vitamin B 12 ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe . Es baut den Homocysteinspiegel im Blut ab, der mit Bildung von Arteriosklerose in Zusammenhang gebracht wird. Außerdem ist es für viele enzymatische Reaktionen in Verbindung mit Folsäure (Vit.B9) wichtig.
Mangelerscheinung

 

 

Ein Mangel an Vitamin B 12 entwickelt sich sehr langsam, bei völligem Stopp der Zufuhr in der Regel erst nach zwei bis drei Jahren, da die biologische Halbwertszeit des Vitamins B 12 450– 750 Tage beträgt.
Überdosierung Nicht bekannt

 

 

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Eigensynthese

Vorkommen

 

 

In allen Obst-und Gemüsesorten. Vor allem in schwarzen Johannisbeeren, Grünkohl, Erdbeeren, Brokkoli, Bananen, Spinat, Kiwis, Birnen.
Allgemeines

 

 

Sie ist sehr gut wasserlöslich und kristallisiert in Form farbloser Kristalle. Ihre wichtigste Eigenschaft ist die physiologische Wirkung als Vitamin , eine Mangel kann sich bei Menschen durch Skorbut manifestieren.
Vitamin C ist ein Radikalfänger und hat eine antioxidative Wirkung (es wirkt also als Reduktionsmittel ). Es ist ein wichtiger Cofaktor bei der Hydroxylierungsreaktion und ermöglicht damit unter anderem die körpereigene Herstellung von Collagen . Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle beim Aufbau von Aminosäuren . Durch seine antioxidative Wirkung schützt es andere wichtige Metaboliten und das Erbgut vor der Oxidation bzw. dem Angriff durch freie Radikale, was im Endeffekt einen Schutz der Zelle vor Schäden und somit auch vor Krebs bedeutet.
Der Name Ascorbinsäure leitet sich von der Krankheit Skorbut ab, die durch Ascorbinsäure verhindert und geheilt werden kann. Mit Niacin und Vitamin B 6 steuert Vitamin C die Produktion von L-Carnitin , das für die Fettverbrennung in der Muskulatur benötigt wird. Weiterhin begünstigt es die Eisenresorption im Dünndarm .
Mangelerscheinung

 

 

Nur wenige Wirbeltiere, darunter Primaten (wie der Mensch), Meerschweinchen , einige Vögel und Schlangen, sind nicht zur Biosynthese von Ascorbinsäure aus Glucuronsäure befähigt, da ihnen die L-Gluconolacton-Oxidase fehlt. Für diese Lebewesen ist Ascorbinsäure somit essentiell. Darum muss der Bedarf über die Nahrung (bzw. mit Nahrungsmitteln ) gedeckt werden. Mangelerscheinungen führen langfristig zu Skorbut sowie zur Schwächung des Bindegewebes, da Ascorbinsäure zur Collagen-Synthese benötigt wird
Überdosierung

 

 

Für Vitamin C ist die Hypervitaminose , wie sie beispielsweise bei Vitamin A vorkommen kann, sehr selten, da der Körper einen Überschuss an Ascorbinsäure wieder über die Nieren ausscheidet.

 

 

Vitamin D (Calciferole)

10IE Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen In der Nahrung kommt es im Wesentlichen in Fettfischen vor.
Allgemeines

 

 

Da es im Körper mit Hilfe von UV-B-Licht in der Haut gebildet werden kann, ist der historische Begriff Vitamin nicht korrekt.
Es spielt eine wesentliche Rolle für die Regulierung des Calcium -Spiegels im Blut und für den Aufbau einer physiologischen Knochenarchitektur.
Vitamin D und Calcium sind protektiv bei Dickdarmkrebs.
Ferner ist das Vitamin-D-System wichtig für die Entwicklung und Funktion des Nerven- und Muskelsystems.
Mangelerscheinung

 

 

Vitamin-D-Mangel führt zu einer Reihe Veränderungen im Stoffwechsel, die mittelfristig zu Knochenerweichung oder zur Verkalkung der Weichteile führen können.
Überdosierung Nicht bekannt

 

 

Vitamin E (Tocopherole)

1mg Tagesbedarf pro kg Körpermasse des Hundes

Vorkommen

 

 

Tocopherol kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor: Getreiden, Nüssen, Samen, Sojaprodukte und Pflanzenölen, insbesondere Keimölen und kaltgepressten Speiseölen guter Qualität. Olivenöl, Milch und Eier sind häufig genannte Vitamin-E-Hauptlieferanten, aber auch einige Gemüsesorten wie Schwarzwurzeln.
Allgemeines

 

 

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von (bis heute) acht fettlöslichen Substanzen mit antioxidativen und nicht-antioxidativen Wirkungen. Vitamin E ist Bestandteil aller Membranen tierischer Zellen, wird jedoch nur von photosynthetisch aktiven Organismen wie Pflanzen und Cyanobakterien gebildet.
Vier der acht bekannten Vitamin E-Formen werden Tocopherol e genannt. Häufig wird der Begriff Vitamin E „fälschlicherweise“ allein für a-Tocopherol, die aktivste Form aller Vitamin E-Formen, verwendet.
Tocopherol wirkt als Radikalfänger, in dem es selbst zu einem reaktionsträgen, da mesomeriestabilisierten Radikal wird.
Mangelerscheinung

 

 

Nachgewiesene Mangelerscheinungen treten meist nur im Zusammenhang mit Krankheiten auf, bei dem die gleichzeitige Aufnahme von Fetten gestört ist.
Trockene faltige Haut, schlecht heilende Wunden, Müdigkeit, Reizbarkeit, Leistungsschwäche, Fruchtbarkeitsstörungen.
Überdosierung

 

 

Anders als die weiteren fettlöslichen Vitamine Vitamin A , Vitamin D und Vitamin K wird Vitamin E nicht im Fettgewebe des Körpers angereichert, sondern kann v. a. über Leber und Niere ausgeschieden werden.Eine Überdosierung erschient daher schwierig bis unmöglich.

 

 

Vitamin K

Eigensynthese

Vorkommen

 

 

Grünes Blattgemüse (Spinat, Kopfsalat,Grünkohl,Rosenkohl etc.), Fischmehl, Leber, Sauerkraut, Hühnerfleisch.
Allgemeines

 

 

K-Vitamine ( K für Koagulation ) gehören neben den Vitaminen A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen .

 

Von praktischer Bedeutung im (menschlichen) Stoffwechsel sind nur das Vitamin K 1 und K 2. Andere Naphtochinone haben wegen nachteiliger, z. T. toxischer Effekte keine praktische Bedeutung.

Vitamin K 1 bzw. Phyllochinon kommt in unterschiedlichen Konzentrationen in den Chloroplasten der Grünpflanzen als normaler Bestandteil des Photosyntheseapparates vor und zum Teil in deren Früchten.

Vitamin K 2 bzw. Menachinon wird von Bakterien (z. B. von einigen Stämmen von Escherichia coli oder Bakteroides fragilis ) auch im Darm des Menschen produziert. Es kann laut neuerer Studien vom Menschen und höheren Tieren in limitierten Mengen aus dem Phyllochinon synthetisiert werden.

Aufgrund der Hitzestabilität der Vitamin K-Gruppe treten beim Zubereiten, insbesondere beim Garen nur wenig Vitaminverluste auf. Vitamin K ist gleichzeitig auch gegenüber Sauerstoff stabil. Unter Einstrahlung von Licht wird Vitamin K inaktiv und verliert schnell seine Bioverfügbarkeit.
Vitamin K ist daran beteiligt, die Gerinnungsfaktoren II , VII , IX , X in ihre gerinnungswirksamen Formen überzuführen. Damit hat Vitamin K eine wesentliche Funktion in der Regulierung der Blutgerinnung.
Vitamin K 2 (nicht aber Vitamin K 1 ) hemmt darüber hinaus die Osteoklastenaktivität welche den Knochenabbau fördert. In Tierversuchen mit Ratten konnte gezeigt werden, dass hohe Dosen (um die 30 mg/kg tgl.) von Vitamin K 2 den Knochenabbau hemmten.
Es wird ebenfalls spekuliert, dass Vitamin K vor "Arterienverkalkung" schützt.

Mangelerscheinung Insgesamt sind bei normaler Ernährung ernstere Hypovitaminosen selten
Überdosierung Vitamin K 1 und Vitamin K 2 sind auch in hohen Dosen nicht toxisch.

Welche Folgen kann eine Unterversorgung mit Vitamin K haben?

Vitamin K ist notwendig für die Bildung verschiedener Proteine und spielt eine wichtige Rolle für die Blutgerinnung und Blutgerinnungshemmung, den Knochenstoffwechsel (Reparatur, Neubildung und Remodeling, d.h. u.a. Anpassung an Belastung) und vermutlich noch für weitere biologische Abläufe.

Das bekannteste Beispiel für einen Vitamin K Mangel ist eine erhöhte Blutungsneigung wie sie z.B. nach Vergiftungen auftreten. Es sind allerdings wegen der Bedeutung für die Knochenstoffwechsel und die Verhinderung von Gefäßverkalkungen auch weniger leicht zu erkennende Folgen denkbar. Im Tierversuch führte ein Vitamin K Mangel zu einer Beeinträchtigung der Knochenmineralisation und scheint eine Gefäßverkalkung zu begünstigen.

Der tatsächliche Bedarf an Vitamin K 1 kann nur grob geschätzt werden, da zuverlässige Daten über die Aufnahme und Grenzwerte, die zu einer Beeinträchtigung der physiologischen Funktionen führen, nicht bekannt sind. Nach NRC (National Research Council) liegt er bei 0,022 mg pro kg KG und Tag für ausgewachsene Hunde.

Wann kann eine zusätzliche Gabe von Vitamin K 1 sinnvoll sein?

Der Bedarf an Vitamin K ist insbesondere während der Wachstumsphase, aber auch bei trächtigen und säugenden Hündinnen erhöht. Zumindest beim Menschen scheint das Alter eine relative Unterversorgung zu begünstigen.

Da Kot sehr reich an Vitamin K 2 ist und von Hunden gar nicht so selten gerne gefressen wird, gibt es die Vermutung, dass sich der Hund dadurch aus eigenem Antrieb mit Vitamin K versorgt.

Autorin: Isolde Altersberger, Apothekerin für Klinische Pharmazie, München (Stand: Juli 2008)
Mit freundlicher Genehmigung von: www.barf-fuer-hunde.de der Bio-Online Shop für natürliche Ergänzungsfuttersortimente

Vitamin K3 (Menadion)

Vitamin K1 und K2 sind überwiegend in grünem Blattgemüse enthalten (siehe oben). Durch die hohe Eigensynthese von Vitamin K ist es also nicht erforderlich Vitamin K1,2 oder gar 3 dem Futter zuzusetzen, sofern Ihr Hund nicht an einer chronischen Darmerkrankung leidet.

Leider ist jedoch immer wieder in Trockenfutter das künstlich hergestellte Vitamin K3 (Menadion) zu finden.Der Grund hierfür ist die Verringerung des Blutungsrisikos bei Verletzungen.
Da allerdings das Vitamin K3 dem Vitamin K1 in seiner Wirksamkeit deutlich unterlegen ist, kann man für einen Zusatz im Hundefutter wohl lediglich den Sinn im Kostenfaktor finden.
Bedauerlicherweise hat aber Menadion (Vit.K 3) neben den gewünschten positiven Effekten eine nicht zu verachtende Liste von massiven Nebenwirkungen die von Anämien über erbgutverändernde Wirkungen, einer giftigen Wirkung auf Leberzellen bis hin zur Zerstörung der Zellwände führen kann.

Es ist somit dringend abzuraten Vitamin K3 dem Futter zuzusetzen bzw. mit Vitamin K3 angereichertes Futter zu verwenden.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung , der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung soll der Einsatz von Menadion in Lebensmitteln wegen erheblicher Nebenwirkungen vermieden werden.